Schadsoftware EmotetAuch nach einigen Jahren richtet der Banking-Trojaner Emotet immer noch erheblichen Schaden an. Kriminelle versuchen mit Emotet Online-Banking-Zugangsdaten abzufangen. Emotet kommt per E-Mail ins Haus und wirkt dabei wie eine vertraute Kommunikation mit Freunden und Geschäftspartnern. Wie Sie die Schadsoftware Emotet erkennen und sich davor schützen können, erfahren Sie in diesem kurz gehaltenen Artikel.

Geschichte und Funktionsweise des Banking-Trojaner Emotet

Im Jahre 2014 hatte Trend Micro die Schadsoftware zum ersten Mal identifiziert. Deutsche und österreichische Bankkunden waren infiziert. Ein sogenannter Man-in-the-Browser-Angriff fing die Zugangsdaten der Bankkunden ab. Bei dieser Angriffsvariante befindet sich das Opfer auf der originalen Internetseite des Anbieters. Die abfließenden Daten werden dann von der Schadsoftware abgefangen und umgeleitet. Bevor die Schadsoftware auf dem Computer ausgeführt werden kann, erhalten potentielle Opfer eine E-Mail mit der Schadsoftware in der Anlage. Diese E-Mail bezieht sich häufig auf eine konkrete Kommunikation, die die Opfer zuvor tatsächlich geführt haben. Auf einem zuvor infizierten Computer wurde die E-Mail-Kommunikation ausgelesen und darauf aufbauend eine neue E-Mail verfasst. Nach dem gleichen Prinzip arbeitet die Schadsoftware dann auf dem nächsten infizierten Computer, und so auch immer weiter.

Wie können Sie sich schützen?

Alle bereitgestellten Sicherheitsupdates für das Betriebssystem und die Anwendungsprogramme müssen installiert sein. Sie sollten einen aktualisierten Virenschutz einsetzen und ein regelmäßiges Backup Ihrer Daten anfertigen. Es ist empfohlen mit einem Benutzerkonto im Internet zu surfen und E-Mails zu schreiben. Sie sollten nicht mit dem oder mit einem Administratorkonto arbeiten. Auch bei bekannten Absendern sollten Sie Anhänge an E-Mails immer nur mit größter Vorsicht öffnen. Man darf einen Absender auch anrufen, um sicherzustellen, das es sich um eine seriöse E-Mail handelt.

Und wenn Sie sich doch infizieren?

Ein mit dem Banking-Trojaner Emotet infizierter Computer sollte von Ihnen komplett gelöscht und neu installiert werden. Mit einem Fachmann können Sie zusätzlich besprechen, ob sich die Schadsoftware auch in Ihrem Backup befinden kann. Denn beim Wiederherstellen der Daten aus dem Backup muss sichergestellt sein, dass man sich nicht wieder infiziert. Sie sollten zusätzlich Ihr Umfeld über die Infektion informieren, damit diese nicht auf betrügerische E-Mails in Ihrem Namen hereinfällt. Alle z.B. im Webbrowser gespeicherten Zugangsdaten sollten Sie umgehend ändern.

Nicht nur für den Banking-Trojaner Emotet gilt …

Alle hier genannten Hilfestellungen und Anweisungen gelten für jegliche Bedrohung aus dem Internet. Mit den immer gleichen Vorsichtsmaßnahmen schützen Sie sich vor Banking-Trojanern, Verschlüsselungstrojanern und vielen anderen verschiedenen Bedrohungen. Der Schutz greift auch, wenn Sie von echten Menschen per E-Mail bedroht werden. Ein gesunder Menschenverstand, ausreichend Security Awareness und ein gesundes Misstrauen helfen Ihnen vielfältig im Alltag. Zusätzlich nehmen Sie ein paar technische Maßnahmen vor. Im Ergebnis sind Sie ausreichend vor Angriffen geschützt.