In den Unternehmen wird Collaboration in erster Linie als Investition gesehen und damit von den Entscheidern als reine Kosten. Die Effizienz, die in diesem Prozess steckt, wird bisher komplett ignoriert. Der Mitarbeiter kämpft dagegen an sein Wissen zu teilen in der Befürchtung, dass seien Kollegen, die bei Kündigungen seine Konkurrenz sind, irgendwann mehr wissen als sie selbst. Lieber nehmen Sie ihr Know-how mit in den Ruhestand. Dabei kann Collaboration-Software die Produktiovität eines Unternehmens steigern und das bedeutet oft auch, dass der Gewinn steigt. Jetzt mal völlig davon abgesehen, dass die Vermeidung vieler sinnloser E-Mails allein schon Zeit spart, also Geld spart und damit die Effizienz steigert.

Ein neuer Blocker für die Einführung sozialer und mobiler Software ist die Spähaffäre der NSA. Landläufig glaubt man, dass das Auslagern der eigenen Server und Softwarelösungen in ein Rechenzentrum Unsicherheiten bringt. Vieleicht darf ich kurz daran erinnern, dass das Betreiben eigener Server mit gekaufter oder kostenloser Software die gleichen Gefahren birgt. Niemand weiß so genau, ob die Daten vom Server in der Firma auf das mobile Gerät wirklich keinen Umweg nehmen. Also heisst es mal wieder: Mut zur Lücke und einen Partner beauftragen, dem man vertrauen kann, oder mindestens will.

Ein Zwischenschritt zur völligen Auslagerung der IT in die Cloud sind hybride Clouds. Die Management Konsole ist eine Website, die im sogenannten Internet liegt und von überall aus aufgerufen werden kann. Der eigentlicghe Mailserver steht in der Cloud, der Fileserver steht im eigenen Rechenzentrum im Unternehmen. Der Zugriff auf alle Daten passiert transparent, der Mitarbeiter weiß nicht genau, woher alles kommt. Aber das will er auch nicht wissen, denn es ist alles verfügbar, an jedem Ort, zu jeder Zeit, und genau das braucht der Mitarbeiter um Arbeits- und Lebenszeit selbs zu gestalten.

Wir bewegen uns hin zu Lösungen, die die verschiedenen Tools unseres Alltages zu einer unternehmerischen Gesamtlösung verschmelzen. Microsoft versucht das mit einem Bundle aus Office 365, Sharepoint und Lync, bei IBM heisst das IBM Connections, bei Protonet ist es gar Hard- und Software in einem. Aber immer soll es das Business etwas sozialer machen, und daher heisst es gerne auch Social Business.