Strukturierte Verkabelung

Wenn wir bei unseren Kunden Verkabelungen überprüfen und Änderungen vorschlagen, oder wenn wir gar eine vollkommen neue Verkabelung installieren dürfen, dann schlagen wir standardmäßig die besten im Moment verfügbaren Verlegekabel vor. Wir ziehen also eine Cat.7-Verkabelung ein und schließen dann mit Cat.6 ab.

Für den Kunden ist das unlogisch. Die Gegenwart zeigt aber nur zu oft den Grund dafür. Verkabelungen, die wir heute erneuern müssen, sind oft nicht ein einziges Mal modernisiert worden. Das bedeutet, dass die Kabel im Boden oder in der Decke seinerzeit nach geltendem Standard verlegt wurden und sie nach nur einer technologischen Erneuerung total veraltet und damit unbrauchbar sind. Anders ist es, wenn das Netzwerk im Grunde nach heutigem Standard, also 1Gbit/s-Verkabelung installiert wird, die Basis dessen, also die Verkabelung, schon 10Gbit/s oder mehr kann. So können wir später an den Abschlusspunkten in den Netzwerkschränken, an den Wänden und in den Bodentanks die Patchfelder und Dosen erneuern, ohne die gesamte Verkabelung tauschen zu müssen.

Im Grunde sinkt auch die Fehlerrate, was für heutige weniger fehlertolerante Systeme nur von Vorteil ist. Die Daten fließen entspannter durch das Kabel, was jetzt nicht ganz wissenschaftlich ist, aber um es mal etwas plastisch auszudrücken: Wenn drei Autos auf einer sechsspurigen Autobahn nebeneinander herfahren, dann sind sie alle drei nicht schneller, aber es fühlt sich entspannter an.