SIM KarteJedes mobile Endgerät, das telefonieren oder mit dem Internet verbunden werden soll, benötigt eine SIM-Karte. Auf der SIM-Karte, SIM steht für Subscriber Identification Module, befindet sich eine bis zu 15-stellige Ziffer, anhand der die Zuordnung eines Nutzers zu einem Netzbetreiber realisiert wird.

Der Nutzer legitimiert sich gegenüber der SIM-Karte mit einem PIN-Code und nach dreimaliger Falscheingabe des PIN-Codes mit einem PUK-Code.  Wird dieser PUK-Code zehn Mal falsch eingeben, muss die SIM-Karte getauscht werden. Auf einer SIM-Karte können bis zu 250 Telefonnummern gespeichert werden, das kennen wir Anwender, die vor dem heute gängigen Cloud-Backup schon Handys hatten, denn so konnten Rufnummern von einem alten Handy auf das neue Handy übertragen werden.

Zudem können kleine Apps auf SIM-Karten gespeichert werden. Das klingt schon nach viel Gutem, aber so richtig schick ist das nicht.

Die gesamte Telefontechnik befindet sich im Telefon, eine SIM-Karte ist im Grunde nicht notwendig. Und mit dem Einbau solcher Technik in Fahrzeugen ist es dann gar nicht mehr zeitgemäß mit SIM-Karten zu arbeiten. Der Trend geht in eine neue Richtung. Damit Anwender erst nach dem Kauf eines Smartphones entscheiden können, mit welchem Anbieter sie telefonieren wollen, wird künftig die eSIM-Karte verbaut.

Eine eSIM-Karte kann von außen „over the air“ programmiert werden. Diesen Vorstoß wagt Apple bereits, aber auch Samsung folgt dem Trend. Im nächsten Schritt wäre es denkbar, dass die ganze SIM-Funktionalität als eine Art Software auf mobilen Endgeräten läuft , denn im Grunde geht es „nur“ um eine Legitimierung. Dann wäre der Saurier SIM-Karte endgültig ausgemustert.