Wir von team@work Systemhaus GmbH haben mit vielen verschiedenen Multifunktionsgeräten aller Klassen täglich zu tun. Am Beispiel des Kyocrea FS-1135MFP wollen wir die grundsätzliche Funktionsweise und die Vorteile eines solchen Gerätes herausarbeiten. Multifunktionsgeräte, auch MuFu genannt, vereinen immer mindestens drei Funktionen: Drucken, Kopieren, Scannen. Einige der Geräte haben zusätzlich eine Faxfunktion, diese erfordert jedoch Telefon- und Wähltechnik. Vor dem Kauf eines MuFus sollte man sich genau diese Frage beantworten: Brauche ich die Faxfunktion. Zurück zum FS-1135MFP.

Durch einen sparsamen Tonerverbrauch und preiswerte Tonerkartuschen mit einem hohen Tonervolumen ist der FS-1135MFP neben vielen anderen Kyocera-Geräten ein sehr preiswertes Gerät. Dabei schreckt auch der Preis von ca. 700,- EUR netto nicht ab. Das FS-1135MFP erwirbt, wer ein erhöhtes Druckvolumen hat, sagen wir mal über 500 Seiten pro Monat. Alle Informationen zur Leistungsfähigkeit findet man auf der Herstellerseite: kyocera.de

Der FS-1135MFP spielt seine Stärken im Netzwerk aus. Einmal mit einer eigenen IP-Adresse im LAN verfügbar gemacht, kann der FS-1135MFP per Webinterface weiter konfiguriert werden, darunter die Einstellungen zu den Netzwerkprotokollen, Faxversand und –empfang, Drucker, Kopierer und natürlich für den Scanner. Das Thema Scanner wollen wir einmal besonders aufgreifen.

Der FS-1135MFP kann als Netzwerkscanner genutzt werden. Er ist in der Lage gescannte Dokumente als E-Mail zu versenden oder per FTP und SMB auf einem Server abzulegen. Gerade die Funktion „Senden an SMB“ ist höchst interessant für Unternehmen. Die auf dem Scanner aufgelegten Seiten werden über den Scanner als PDF-Datei auf dem Dateiserver (Fileserver) abgelegt. Voraussetzung ist eine SMB-Freigabe (gewöhnliche Windows-Freigabe oder bei Linux/MacOS direkt über das SMB-Protokoll) auf einem im Netzwerk erreichbaren Computer. Unter Windows wäre die Vorgehensweise folgende:
– Anlegen eines Ordners für die Scanner-Dokumente, z.B. „Scan“
– Freigabe des Ordners unter dem Namen „Scan“
– Berechtigungen und Sicherheitseinstellungen auf „Jeder – Vollzugriff“ stellen
– Da der FS-1135MFP Benutzernamen und Kennwort für die Anmeldung an der Freigabe „Scan“ benutzt, können wir sicherheitshalber einen Benutzer für den Scan-Prozess anlegen, Beispiel: Benutzername „scan“ und Kennwort „scan“.
Jetzt kann es am FS-1135MFP weitergehen. Wir gehen den Weg über das Display am Gerät. Wenn man auf „Senden“ drückt, dann erscheint die Frage „E-Mail“, „FTP“, „SMB“. Hier wählt man „SMB“. Die weiteren Einstellungen werden wie folgt ausgefüllt:
– Host = IP-Adresse des Rechners mit der Freigabe, z.B. 192.168.0.100
– Pfad = Freigabename, in unserem Beispiel „Scan“
– Benutzername, in unserem Fall „scan“
– Passwort, in unserem Fall „scan“
Im Anschluss werden die Einstellungen überprüft, und wenn eine Anmeldung an der Freigabe möglich ist, ist die grüne Taste zum Starten des Scans beleuchtet und aktiv. Nach dem Einziehen aller Seiten findet man im Ordner „Scan“ ein neues ggf. mehrseitiges PDF.

Natürlich hat der Kyocera FS-1135MFP ein Adressbuch, in dem die Empfänger (E-Mail, FTP und SMB für das Senden und Telefonnummern für das Faxen) gespeichert und abgerufen werden können. Am Display und auf der Weboberfläche können diese Einträge erstellt und bearbeitet werden.

Das Standardkennwort für das Kyocera Command Center (Weboberfläche) ist „admin00“. Sollte das Kennwort unbekannt sein, kann es mit einer kleinen Datei, die man beim Kyocera Support per E-Mail erhält, zurück gesetzt werden.