Unter der oben stehenden Überschrift fasst die CRN in der Ausgabe 1-2 das Thema „Digitale Zusammenarbeit der Zukunft“ zusammen. Richtig schick finde ich ja, dass wir zurückkommen zu diesem Namen.

Ich selbst benutze ihn von Anfang an, die CeBIT nannte es 2013 „E-Collaboration“. Und ab man von einem Trend sprechen darf, will ich für den Moment mal anzweifeln.Ganz klar, wir brauchen Veränderungen im Umgang mit unserer Kommunikation, mit dem Wissensmanagement und mit E-Mail im Allgemeinen. Die Idee ist schon lange bestimmte Inhalte aus der E-Mail rauszuholen und in modernere Systeme zu transformieren. In der Kommunikation sollten wir, immer da, wo es angebracht ist, auch mal Skype-ähnliche Systeme, Chats, Foren und Wikis benutzen. Das Wissensmanagement lässt sich einwandfrei mit Wikis abbilden.

Terminabstimmungen wären einfacher, wenn ich auf gemeinsamen Kalendern sehen könnte, wann jemand grundsätzlich frei hat. All dies wird momentan per E-Mail, und natürlich in langen Ketten von Fragen und Antworten, erledigt. Hier etwas wiederzufinden ist ein absoluter Graus. Nur, wer von Anfang an alle seine E-Mails akribisch thematisch sortiert, behält auf lange Sicht den Überblick.

Aber, und auch das haben wir hier schon einige Male festgehalten, nichts geht ohne den Menschen dahinter an die Hand zu nehmen. Wir haben gelernt uns mit unserem Wissen unabkömmlich zu machen, jetzt sollen wir es teilen. Wir sollen keine Daten aus dem Haus nehmen, zu unsicher, jetzt soll alles in die Cloud. Wir haben kaum Zeit, jetzt sollen wir mehr sozial Interagieren und digital dokumentieren, weil wir es vielleicht irgendwann mal wieder brauchen.

Die älteren Kollegen, die eh nicht so ganz fit sind mit der digitalen Revolution, sollen vor der Pension ihr Wissen in Wikis schreiben. Das alles passt nicht zusammen, unser Instinkt empfindet das als falsch. Und nicht zuletzt haben wir viele Jahre so gearbeitet, wie wir es tun, und nun sollen wir, vielleicht auch noch für die jüngeren Kollegen, alles anders machen. Das schmeckt uns nicht, und so kollidieren die Anforderungen des Human Resources jungen Interessenten einen modernen innovativen Arbeitsplatz zu bieten mit den Erfahrungen und Emotionen der vorhandenen Belegschaft. Hier müssen Welten zusammenwachsen.

Das erfordert Beratung und Training, und Entwicklung der Menschen. Aber nur, wer sich genau so modern aufstellt, wie es Social Business beschreibt, der ist für Kunden und Mitarbeiter interessant und wird in Zukunft mitreden und nicht in der digitalen Revolution untergehen.