Support-Ende für Microsoft-Produkte im Jahr 2017Microsoft läutet in diesem Jahr das Support-Ende für über 40 Produkte ein. Einige dieser Produkte, wie Office 2007 oder auch Exchange Server 2007, sind bei Unternehmen immer noch im Einsatz. Hier gilt es abzuwägen, ob die Systeme weiter betrieben werden können oder ob man sich über ein Upgrade der Software, meist in Verbindung mit einem Upgrade der Hardware, Gedanken machen sollte. Es gibt auch einige Sonderfälle, bei denen Microsoft den Support für veraltete Betriebssysteme auf neuer Hardware einstellt. Die drei Termine in diesem Jahr sind der 11. April, der 11. Juli und der 10. Oktober. Wir fassen die Veränderungen zusammen.

Support-Typen und Laufzeiten

Microsoft gewährt seinen Produkten in der Regel fünf Jahre Mainstream Support und danach weitere fünf Jahre Extended Support. Während im Maintream Support noch echte Features und Weiterentwicklungen des Produktes per Update angeboten werden, schließt Microsoft im Extended Support nur noch Sicherheitslücken. Updates, die nicht sicherheitsrelevant sind, stehen dann nur noch kostenpflichtig zur Verfügung. Mit der Premium Assurance können Unternehmen weitere sechs Jahre Support kostenpflichtig erwerben, um Zeit für Migrationen zu gewinnen. Die Laufzeiten müssen von Microsoft jedoch nicht eingehalten werden. Windows XP mit SP3 wurde länger supportet, als geplant, und Windows 8 wurde kürzer supportet, als angekündigt.

Extented Support 2017

Mit dem Übergang in den erweiterten Support stehen den Produkten immer noch sicherheitsrelevante Updates zu Verfügung. Im Jahr 2017 gehen folgende Produkte in den erweiterten Support über: SQL Server 2012 (11. Juli 2017), Office 2011 für Mac (10. Oktober 2017, inkl. aller Programme, wie Excel, Word, Lync, etc.) und Windows Phone 8.1 (11. Juli 2017). Gerade bei Windows Phone 8.1 ist es besonders bitter, da entgegen der Angaben der Hersteller einiger Windows-Smartphones eine Umstellung auf Windows 10 nicht möglich ist.

Support-Ende Frühjahr 2017

Im Januar 2017 endete bereits der erweiterte Support für einige weniger bekannte Microsoft-Produkte. Erwähnenswert ist das Support-Ende für Microsoft Dynamics NAV 5.0, für Windows Vista und für Microsoft Exchange Server 2007. Ein Exchange Server 2007 sollte daher dringend migriert werden. Es stehen On-Premise-Lösungen zu Verfügung, z.B. Exchange Server 2010, Exchange Server 2013 und Exchange Server 2016. Oder die gesamte Exchange-Infrastruktur wechselt aus diesem Anlass in die Cloud, denn eine Umstellung dieser Art zieht gewöhnlich auch eine Erneuerung der Hardware nach sich.

Support-Ende Sommer 2017

Auch im Sommer 2017 gehen einige Microsoft-Produkte in Rente. Es gibt ab dem 11. Juli 2017 aber eine weitere nennenswerte Einschränkung. Neue Desktop-Computer mit Skylake- oder Kaby Lake-Prozessoren erhalten keine Updates mehr für Windows 7 und Windows 8.1. Systeme mit diesen neuen Prozessoren sollten auf Windows 10 upgraden. Planmäßig läuft der Extended Support für Windows 7 bis zum Jahre 2020, aber hier gibt es eben eine Einschränkung. Betroffen sind Systeme mit i3-, i5- oder i7-Prozessoren, bei denen die vierstellige Prozessornummer mit der Ziffer 6 begint. Das schließt die Kaby Lake-Prozessoren mit der Ziffer 7 am Anfang ein.

Support-Ende Herbst 2017

Am 10. Oktober 2017 läuft dann für einige größere Produktfamilien der Support aus. Die komplette Office 2007-Linie inklusive Office 2007 Server , darunter eben auch SharePoint 2007, Visio 2007 und Project 2007, verlässt den erweiterten Support. Einige Produkte, wie der Microsoft SQL Server 2014 benötigen das Service Pack 1, um weiter supportet zu werden.

Ausblick auf 2018

Im nächsten Jahr ist es wesentlich ruhiger. Am 09. Januar 2018 geht Windows 8.1 in den Extended Support über. Microsoft Office 2013 folgt dann am 10. April 2018.