Mit großen Schritten schreitet die Telekom der vollständigen Umstellung des Festnetzes auf IP, sprachtechnisch auf Voice over IP und gesamttechnisch auf ALL-IP, entgegen. Bis zum Jahre 2016 sollen 60 Prozent aller „Telefon“-Anschlüsse auf IP umgestellt sein. Im Jahre 2018 will die Telekom das klassische uns bekannte und von uns geliebte ISDN abschalten.

Jeder Kunde, bei dem die Vertragslaufzeit ausläuft, bekommt vier Monate vor Vertragsende ein Schreiben, in dem er mehr oder weniger informiert wird, dass sein Anschluss umgestellt wird. Kunden, die ihren Vertrag anfassen, also verändern, bekommen gleich einen neuen Telefon- und Internetanschluss.

Natürlich ist ein IP-Netzwerk zukunftssicher und skalierbar, zumindest mehr, als das herkömmliche ISDN-Netzwerk. Trotzdem, oder zu Recht, kommen Stimmen hoch, die sogenannte Sonderdienste benennen. Wir denken hier an unsere Kunden mit Notrufsystemen/Alarmanlagen, EC-Kartengeräte oder Sprechanlagen in Aufzügen.

Diese Systeme benutzen häufig das ISDN für den Aufbau einer Verbindung zu anderen Seite. Tauscht man den Telefonanschluss, an dem solche Systeme gerne direkt am Bus angeschlossen sind, inklusive TK-Anlage aus, muss man an solche Sonderdienste denken. Im Zweifel müssen auch diese Systeme IP-tauglich gemacht werden.

Wir kennen die ITK-Umgebung unserer Kunden, wir müssen nun nur noch mitbekommen, wenn die Telekom solche vertraglichen Änderungen mit dem Kunden bespricht, der sich häufig selbst so einschätzt, dass er das selbst entscheiden kann. Die Telekom sieht diese Fragen in der Verantwortung des jeweiligen Kunden.