Ein Systemhaus kennt seit Jahren den Begriff ITK, das Kürzel für Informationstechnologie und Telekommunikation. Schon seit langer Zeit verbinden wir PCs so mit der TK-Anlage, dass bei Anruf Nummern am PC angezeigt werden, dass Kundendaten oder Tickets direkt geöffnet werden, dass Faxe auf dem PC ankommen, usw.

Die TK-Welt ist schon viele Jahre mit der IT-Welt verbunden. Aber jetzt wächst beides zusammen. Ein Telefonat ist künftig ein Datenpaket, reiht sich in die Reihe der Datenpakete ein, in denen E-Mails, Internetseiten oder Dateien transportiert werden.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Wo man früher eine ISDN-Karte in einen PC einbauen musste, wo man früher eine Extra-Verkabelung für die Telefonie legen musste, wo man früher Systemtelefone für System-TK-Anlagen beschaffen musste, hält jetzt ein einziger Standard Einzug: Das sogenannte „IP“. Und weil das lokale Netzwerk, das LAN, ein IP-Netzwerk ist, und weil das Interne, das WAN, auch ein IP-Netzwerk ist, funktionieren großartige Dinge.

Nur ein klitzekleines Beispiel: Wenn meine Festnetznummer (der Begriff überholt sich übrigens demnächst) von einem Provider im Internet zur Verfügung gestellt wird, dann ist es möglich, dass ich mein Telefon morgens zuhause am Internet anschließe, mittags beim Kunden und abends im Büro, und dass ich immer, egal wo ich bin, unter der gleichen Rufnummer erreichbar bin und beim Telefonieren auch die gleiche Rufnummer übermittele, auch egal, wo ich bin.

Aber das ist nur ein wirklich klitzekleines Beispiel, aber es zeigt, dass die Zeiten des festen Anschlusses und der Weiterleitungen vorbei sind. Ich leite mit künftig nicht mehr die Anrufe hinterher, sondern ich sage meiner Rufnummer wo ich bin. Mit dem Handy machen wir das schon viele viele Jahre.