Open Source (Quelle: heise.de)

Open Source (Quelle: heise.de)

So sehr die kostenlosen Open Source Produkte auch locken, so perfekt sie auch mittlerweile sind, am Ende sitzt der Benutzer vor dem Computer und muss sich mit den Programmen auseinandersetzen. Und nicht zuletzt muss er die Programme auch mögen, denn dann ist der Mitarbeiter produktiv, oder sagen wir produktiver. Wir haben das im Kleinen schon oft erlebt: Wenn einer unserer Kunden kein Outlook braucht, dann könnte man ja wegen Word und Excel zu OpenOffice greifen. Das beraten und versuchen wir immer wieder, aber am Ende ist der Anwender so stark, das sein Einkauf oder er selbst die Investition für ein Microsoft Office freigibt. Beim Betriebssystem haben wir ja schon mit Apple’s MacOS unsere Schwierigkeiten: Die Software für die TK-Anlage, für die Finanzbuchhaltung, für die Lagerwirtschaft, alles ist auf Windows ausgerichtet, nicht alles ist so ganz neu und aktuell, und alles läuft problemlos unter Windows und mit Aufwand unter MacOS. Was meinen Sie? Richtig. Der Kunde entscheidet sich für Microsoft Windows, gerne auf Apple Hardware.

Die Verwaltungen in Städten und Gemeinden haben in den letzten Jahren und Jahrzehnten viel Geld für Berater ausgegeben, die Geld für Microsoft-Lizenzen einsparen sollten und sollen. Das begrüßen wir natürlich absolut, fließen so ja öffentliche Gelder in den deutschen Mittelstand. Aber am Ende zeigte sich, dass, wenn die Anwender nicht etwas technisch versiert sind und/oder nicht alle Verwaltungen und Abteilungen mitmachen, dass es dann nicht funktionieren wird. Das gesteht man sich ungern ein, will man doch seine eigene Entscheidung oder die des Vorgängers nicht in Frage stellen. Aber die Stadt München stellt mittlerweile ihr Vorzeigeprojekt LiMUX selbst in Frage und die Berliner Finanzämter stellen auf Microsoft Office um, also zurück zu Microsoft, denn das wurde irgendwann mal durch Open Source abgelöst.

Fazit: Bei Preisen von 269,00 EUR (brutto, VK im MicrosoftStore, Stand 27.10.2014) für ein Microsoft Office 2013 Home and Business sollte ein Unternehmen wirklich überlegen, ob es seinen Angestellten mit OpenOffice verärgert.